E-Bikes werden seit Jahren immer beliebter. Doch gerade in den letzten Wochen erlebte die Branche einen weiteren unerwarteten Boom. Die Entwicklung der Technik und des Designs hat die Räder auch für Nicht-Radfahrer attraktiv gemacht. Im Frühjahr 2020 kam dies den E-Bike-Händlern zugute. Sie hatten nicht mit eine derartigen Ansturm gerechnet, viele Menschen nutzten ihre freie Zeit und beschlossen sich ein E-Bike zu kaufen. Der Kundenkreis ist längst über die Sportler hinausgewachsen. Senioren fahren genauso gerne mit dem E-Bike, wie Sportmuffel. Dieser Boom hat auch die Fantasie der Tourismus-Manager beflügelt. Immerhin sind bereits jetzt vier von zehn verkauften Rädern ein E-Bike. Das Bundesland Steiermark in Österreich springt nun auf diesen Trend auf. Unter dem Motto „Sorglos E-Biken“  werben die Verantwortlichen um Gäste für den Urlaub mit dem E-Bike.

Immerhin steht das Radfahren nach dem Wandern und dem Schwimmer an dritter Stelle der beliebtesten Freizeitaktivitäten der Menschen. Der Radtourismus hat in Österreich eine lange Tradition und wird von den Gästen gerne angenommen. Doch die Tourismusbranche hat erkannt, dass auch in diesem Bereich Innovation gefragt ist. Die Pedalritter möchten in Zukunft mehr erleben, sagte dazu der Geschäftsführer des Steiermark-Tourismus Erich Neuhold.

Sorglos E-Biken

Bereits in der Vergangenheit hatte die Steiermark einen Schwerpunkt auf den Radtourismus gesetzt, dieser soll in der Werbung nun noch mehr betont werden. Mehr als 620.000 Aufrufe der entsprechenden Webseite beweisen das Interesse der Kunden. Daher hat man sich in Österreich entschlossen das Projekt „Sorglos E-Biken in der Steiermark“ ins Leben zu rufen. So soll das Angebot noch einmal erweitert werden und vor allem jene Urlauber ansprechen, die gerne im E-Bike Sattel sitzen, oder erstmals ein Elektrofahrrad ausprobieren möchten. Die Idee entstand bereits vor einiger Zeit, die Ereignisse im Frühjahr 2020 ließen die Details weiter reifen.

Rundum versorgt

Der Gast kann zukünftig drei Regionen der Steiermark erkunden. Das sind das Thermen-Vulkanland, die Südweststeiermark und die Hochsteiermark. Wer seinen Urlaub in einem der jeweiligen Betriebe bucht, erhält dort das E-Bike-Package gleich mit dazu. Die Kunden müssen sich also um nichts Weiteres mehr kümmern. Die Touren sind vorbereitet und alle Hotspots für E-Biker klar gekennzeichnet. Wer lokale Tipps benötigt, erhält diese direkt vor Ort. Wer Hilfe benötigt, weil beispielsweise die Radkette gerissen ist, der wendet sich an die dafür eigens eingerichtete Hotline.

Rundum versorgt
Rundum versorgt

So gibt es beispielsweise eine Elemente-Tour, die eine Strecke von insgesamt 500 Kilometern aufweist. Alternativ können die Radtouren auch mit einem E-Bike-Guide gebucht werden. Gleichzeitig lassen sich auf dem E-Bike auch die zahlreichen Kulturangebote des Landes erleben. Man radelt bis zum Kulturerbe Semmeringbahn entlang der Flüsse Mur und Mürz oder man begibt sich auf eine Haubentour von einem Haubenlokal zum Nächsten. Der Fantasie sind hier kaum Grenzen gesetzt. Entlang den E-Bike Strecken warten insgesamt 72 radfreundliche Betriebe mit Ladestationen für ein kostenloses Aufladen der Akkus. Wer jetzt auf den Geschmack gekommen ist und noch kein eigenes E-Bike besitzt, kann sich diese vor Ort zum Preis von unter 40 Euro pro Tag mieten.