Die E-Bikes erobern Zug um Zug die deutschen Städte und Dörfer. Ihr Wert macht sie damit leider auch zu einem begehrten Objekt für Langfinger. Schließlich kosten E-Bikes deutlich mehr als Fahrräder und schon diese werden gerne gestohlen. Daher ist es wichtig für den Schutz seines elektrischen Fahrrades gut vorzusorgen. Dafür bieten sich mehrere Optionen an. Offiziell werden laut Statistik in Deutschland rund 300.000 Diebstähle von Fahrrädern verzeichnet, doch die Dunkelziffer dürfte deutlich höher liegen. Gerade in urbanen Gebieten ist die Gefahr sein E-Bike an einen frechen Dieb zu verlieren besonders groß. Spitzenreiter sind laut Statistik die Städte Berlin, Hamburg und Bremen. Wer also vorsorgen möchte, sollte auf einen der folgenden Tipps zurückgreifen.

Das richtige Schloss bietet Sicherheit

Die Sicherheit des eigenen E-Bikes steht und fällt mit dem richtigen Schloss. Wer gutes Geld für ein neues Fahrrad ausgibt, sollte zugleich noch etwas mehr in ein hochwertiges Schloss investieren. Hier gilt es eine einfache Faustregel zu beachten. Der Besitzer sollte zumindest zwischen fünf und zehn Prozent des Kaufpreises für die Sicherung ausgeben. Am besten wären gleich zwei hochwertige Schlösser. Wer sich dafür interessiert, findet im Handel eine breite Auswahl vor. Man unterscheidet unterschiedliche Typen, die sich in Sicherheitsstufen einordnen lassen. Den besten Schutz bieten Panzerkabel- und Bügelschlösser. Einfache Kabelschlösser oder billige Lösungen bieten nicht genügend Schutz. Die E-Bike Verbände raten daher von so einer Anschaffung ab.

Das beste Schloss ist allerdings nutzlos, wenn es nicht richtig abgeschlossen wird. Man sollte sein E-Bike immer an feste Gegenstände anschließen. Beachtet man diese Regel nicht, tragen Diebe das Rad einfach davon. Gleichzeitig sollte man darauf achten, dass der Rahmen und das Vorderrad abgeschlossen sind. Die Sicherheitsmaßnahmen sollten grundsätzlich immer so gestaltet sein, dass man es einem möglichen Dieb so schwer wie möglich macht und er schon nach einer ersten Begutachtung die Lust auf den Diebstahl verliert.

Eine Versicherung lässt ruhig schlafen

Bei teuren E-Bikes macht eine zusätzliche Versicherung absolut Sinn. Diese sollte Schutz vor dem Diebstahl des ganzen Rades bieten und auch die verbundenen Teile, wie Reifen, Akku und Sattel und Witterungsschäden umfassen. Übrigens, wer die Verwendung eines hochwertigen Schlosses nachweisen kann, bezahlt im Normalfall eine geringere Prämie. So kann man auch, wenn man sein E-Bike auf der Straße parken muss, in der Nacht ruhig schlafen, weil die Versicherung für den Schaden im Fall des Falles aufkommen wird.

Eine Versicherung lässt ruhig schlafen
Eine Versicherung lässt ruhig schlafen

Das Risiko eines Diebstahls bleibt trotz aller Gegenmaßnahmen trotzdem aufrecht. Es ist daher immer wichtig dieses vorab richtig einzuschätzen. Je auffälliger das E-Bike gesichert ist und je deutlicher das ins Auge sticht, desto schwieriger wird der Diebstahl. Denn die Gefahr von anderen dabei beobachtet zu werden steigt damit für den Dieb. Hinterhöfe oder schlecht beleuchtete Plätze sollte man daher als Abstellplatz meiden. Wer seinen Akku nicht abschließen kann, sollte diesen im Zweifel abmontieren und mitnehmen. Eine weitere gute Vorsichtsmaßnahme ist das Codieren und Tracken mittels GPS. So kann das gestohlene Rad schnell identifiziert und gefunden werden. Am besten schießt man vorab Beweisfotos des E-Bikes, denn dann kann die Polizei beim Verlust sofort zielgerichtet aktiv werden. Die Codierung und eine Registrierung der Schlösser sind gute Beweise für den Besitz. Es lohnt sich also auch nach dem Kauf des E-Bikes in die Sicherheit zu investieren.