Bei Fahrrädern oder Motorrädern gehört es längst zum guten Ton. Nun ist der Trend zu Stylern auch bei E-Bikes angekommen. Individualität ist in unserer Gesellschaft gefragt, wie noch nie zuvor. Dementsprechend möchten die Besitzer eines E-Bikes immer weniger ein Rad von der Stange kaufen, sondern ihre eigenen Vorstellungen bei der Gestaltung ihrer Bikes miteinbringen. Dazu kommt noch, dass die Ereignisse zu Beginn des Jahres 2020 zu einem enormen Boom bei Fahrrädern und E-Bikes geführt haben. Mittlerweile ist in manchen Städten bereits jedes dritte verkaufte Rad ein E-Bike. Sogar lokale Autofahrerklubs empfehlen bereits den Umstieg vom Auto zu einem E-Lastenrad, um die Verkehrsprobleme besser in den Griff zu bekommen. Das alles sind beste Voraussetzungen für eine Branche, die im Wachsen begriffen ist. Der Boom führt bei den besonders beliebten und coolen Marken aber mittlerweile zu Wartezeiten.

Wofür brauche ich mein E-Bike?

Beim Kauf von E-Bikes ist es vorab wichtig, sich genau zu überlegen, wofür man sein neues Rad verwenden möchte. Sonst kommt es dazu, dass man etwas kauft, was entweder viel zu teuer, oder deutlich über- oder unterdimensioniert ist. Die Lösung für dieses Problem heißt natürlich Beratung. Diese findet man in den zahlreichen Fachgeschäften vor. Doch auch der beste Verkäufer ist überfordert, wenn die Kunden nicht wissen, was sie wollen. Es ist daher ratsam sich zu überlegen, ob man mit dem E-Bike zur Arbeit fahren oder einkaufen möchte. Sind lange oder kurze Strecken gefragt, sind diese hügelig oder flach? Die Antworten auf diesen Fragen bestimmen die Art des neuen E-Bikes und damit auch in weiterer Folge den Preis. Dieser schwankt enorm. Schließlich kann man die günstigsten E-Bikes schon für 700 Euro kaufen, Lastenräder kosten oft 4.000 Euro und mehr. Die Angaben zur Reichweite sind mit Vorsicht zu genießen. Sie gelten oft nur für flache Strecken und sind in der Realität kaum zu erreichen. Daher sollte man zumindest 30 % davon abziehen und anschließend überprüfen, ob das E-Bike der Wahl immer noch ideal für seine eigenen Anforderungen ist. Selbst bei E-Bikes gibt es eine Hitliste, die die beliebtesten Räder anzeigt.

Qualität hat ihren Preis

Besonders beliebt sind bei den Käufern mittlerweile Trekking-Räder. Sie gelten als das Pendant zu den Schweizer Messern. Der Vorteil dieser E-Bikes liegt in ihrer Vielseitigkeit. Mit ihnen kann man nicht nur den Fahrradurlaub genießen, sondern auch bequem zur Arbeit fahren. Der Untergrund spielt dabei keine Rolle mehr. Ob man über die Felder oder auf der Straße radelt, ist egal, das Trekking-Rad bringt einen überall hin. Doch diese Vielseitigkeit hat natürlich ihren Preis. Wer hier auf Qualität setzt, bezahlt schnell 2.000 Euro und mehr. Noch teurer sind die Mountainbikes, diese kommen leicht auf 3.000 Euro. Günstiger wird es da nur bei sogenannten Stadträdern oder Billigangeboten rund um 1.000 Euro pro Stück.

Die SUVs der E-Bikes

Besonders beliebt sind derzeit laut Aussagen des Handels zwei verschiedene Arten von E-Bikes. Es handelt sich dabei um sogenannten „Commuter“ und Lastenräder. Die „Commuter“ sind nichts anderes als Pendler-Räder. Diese sollten allerdings einen gewissen Coolness-Faktor ausstrahlen. Dazu zählen beispielsweise ein versteckter Akku oder ein kleiner und leiser Motor. Wichtig ist, dass das E-Bike nicht gleich auf den ersten Blick als solches erkennbar ist. Gerne werden auch Pendlerräder mit einem wuchtigen Rahmen und dicken Reifen gekauft. So wird das Pendler-Bike sehr schnell zu einem Äquivalent des SUV. Wer Wert auf Individualität legt, schafft sich sogar einen Holzrahmen an und setzt bei der Optik auf Retro. Alles was gefällt ist möglich, so entstehen auch in dieser Szene immer mehr Anbieter für Custom-Bikes. Damit folgen auch die E-Bikes einem Trend, der längst alle Bereiche der Gesellschaft erfasst hat. Heute kann man so gut wie alle Produkte individualisieren. Das beginnt beim Verkehrsmittel, geht über die Webseiten in den sozialen Medien, bis hin zu Spielportale wie dem PokerStars Casino und endet mit der Veredelung des eigenen Körpers durch Tattoos.

Marken, wie jene von VanMoof haben mittlerweile eine Lieferzeit von mehreren Monaten. Die minimalistischen Räder glänzen mit einem Akku, der, genauso wie der vordere Scheinwerfer, im Ober-Rohr integriert wurde. Der Motor befindet sich im Vorderrad. Das sieht zwar alles gut aus, ob es für die Leistung ideal ist, sei dahingestellt. Doch das ist offenbar nicht wichtig, wenn nur die Optik stimmt. Wie groß der Boom mittlerweile ist, zeigt sich auch an den Zahlen des niederländischen Unternehmens. Dieses konnte seinen Umsatz in nur zwei Jahren vervierfachen. Unterdessen findet man die Shops des angesagten Herstellers in allen großen Metropolen der Welt.

E-Bikes fahren

Das Gegenteil dieser coolen Räder sind die E-Lastenräder. Sie dienen dem Transport von Familien, Einkäufen und sind sogar mit Möbeln nicht überfordert. Sie gelten als Alternative zum Auto in der Stadt. Dazu kommt, dass sie verstärkt finanziell gefördert werden. In Wien erhält man beispielsweise beim Kauf eines E-Lastenrades 500 Euro von der Stadt dazu. Das hat seinen Grund. Diese Räder sind klimaschonend, von der Entsorgung des Akkus einmal abgesehen. Doch der hohe Preis von 5.000 Euro schreckt viele ab. Als Alternative dazu empfiehlt sich ein Fahrrad mit Anhänger. Der Trend zum Rad hält also weiterhin an, die Konsumenten können sich über zahllose Alternativen freuen.